08.03.2004
Es führt kein Weg an einer zusätzlichen Altersvorsorge vorbei

In den letzten Tagen lass man wieder verstärkt Warnungen des Bundes der Versicherten zum Produkt Kapitalbildende Lebensversicherung. So ist dieser für die Streichung des Steuerprivilegs. Auch hat er Strafantrag gegen Protektor gestellt und warf dieser Abwicklungsgesellschaft, die die Verträge der Mannheimer Versicherung übernommen hat vor, die Interessen von Versicherten geschädigt zu haben, in dem sie auf die Rückzahlung eines Darlehns von der Mannheimer Holding in Höhe von knapp 200 Millionen Euro verzicht hatte. Protektor hat dies zurückgewiesen. Näher bewerten kann man diesen Sachverhalt nicht, dies ist den zuständigen ermittelnden Behörden überlassen.
Aber gerade durch diese Stimmungsmache des Bundes der Versicherten sollten sich die Verbraucher nicht beeinflussen lassen. Die Altersvorsorge ist insgesamt in einem Wandel, da die gesetzliche Rente am Ende ist, aufgrund der Fehlentwicklungen in den letzten Jahren. Der Versorgungsbedarf im Alter ist enorm, aber auch in jungen Jahren die Absicherung für den Fall des Todes, der Invalidität und der Berufsunfähigkeit. Das Produkte klassische Lebensversicherung, mit Zusatzprodukten wie Berufsunfähigkeitszusatzversicherung und Absicherung gegen Invalidität ist hierfür immer noch bestens geeignet. Der Bund der Versicherten schadet seinem eigenen Klientel – er berät dieses schlichtweg falsch. Gerade die Krise der Mannheimer Versicherung hat gezeigt, dass die Lebensversicherer so stark sind, dass ein Unternehmen was in die Krise geraten ist, aufgefangen werden kann, durch die neue Gesellschaft Protektor. Dies ist doch ein beruhigendes Gefühl – wie hätten die Kunden der Mannheimer bei einer Abwicklung ohne Protektor gestanden? Auch ist neu eingeführt worden, dass Warnsystems das über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht jährlich durchgeführt, - sogenannte Stresstests -, den jeder Versicherer abgeben muss und hier frühzeitig Schieflagen erkannt werden, so dass rechtzeitig gehandelt werden kann. Wir sind mit dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft der Meinung, dass eine gewisse Steuerfreiheit für die Erträge aus Lebensversicherungen erhalten bleiben muss, denn der Bürger deckt hier freiwillig seine Vorsorgungslücke ab, die durch die gesetzliche Leistungen nicht mehr gegeben ist. Das in Berlin in diese Diskussion neue Bewegung gekommen ist und der Beschluss der Abschaffung der Steuerfreiheit wieder auf der Kippe steht begrüßen wir.
Wichtig ist, dass jeder seine individuelle Absicherung und Altersvorsorge rechtzeitig aufbaut und sich nicht von unsachlichen Theorien beeinflussen lässt, so dass er dann im Falle des Falles ohne Versorgung ist – der Bund der Versicherten würde hierfür die Haftung nicht übernehmen. Wichtig ist aber auch, dass man sich nicht unter Druck setzen lässt, von irgendwelchen Steueränderungen oder sonstigem, dass Jahr ist noch lange. Abzusichern ist der Bedarf der jetzt gegeben ist – hierfür stehen wir als Makler beratend zur Seite.


Jürgen Zwilling
- Versicherungsmakler-
juergenzwilling@auc-zwilling.de